Wie bringt man ein Kleinkind ins Bett

Jak uspat malé dítě_1Wenn Sie Eltern eines Kleinkindes, Säuglings oder vielleicht eines schon etwas erwachseneren Kindes sind, kennen Sie sicherlich solche Nächte, in denen Ihr Sprössling um keinen Preis einschlafen will. Ein Kleinkind zu einschläfern, das ist ein großes Thema – wenn man diesen Teil des Lebens gut und erfolgreich meistern will, braucht man nicht nur viel Liebe, sondern auch Geduld und Nerven aus Stahl. Wenn das Kind nicht einschlafen will, kann es sehr viele Ursachen haben. Stellen Sie zuerst fest, ob es vielleicht nicht eine davon ist, die zur Schlaflosigkeit Ihres Nachkommen führen.

Einer der Gründe könnte zum Beispiel der Hunger des Kindes sein. Versuchen Sie also, ihm Milch oder Beikost anzubieten, wenn es schon im Alter ist, in dem es Beikost isst. Oft führt zur Schlaflosigkeit, wenn das Kind gewickelt werden muss. Überprüfen Sie, ob das Kind in einem Zimmer mit angenehmer Temperatur schläft und ob es angemessen angekleidet ist. Das Zimmer sollte gelüftet werden und die Luftfeuchtigkeit sollte genug hoch sein, um gesund atmen zu können.

Es gibt eine Menge Methoden, um ein Kind einzuschläfern

Wenn Sie alle diese Umstände überprüft haben, die die Probleme mit Einschlafen verursachen können, aber allem Anschein nach alles in Ordnung ist, versuchen Sie, das Kind einzuschläfern. Kontakt und Berührung sind die besten und bewährten Helfer. Schon die Anwesenheit der Mutter im Zimmer, wo das Kind einschläft, wirkt auf den Nachkommen beruhigend. Es gibt keine universale richtige Zugangsweise, was das Einschläfern betrifft. Richten Sie sich vor allem Ihrer Intuition und Ihrem Gefühl nach und wählen Sie solche Zugangsweise, die Ihnen und Ihrer Erziehungsart am nächsten ist. Wechseln und kombinieren Sie die Zugangsweisen jedoch nicht zu viel.

Schlaf und Machtkampf

Gerade bei Einschlafen, Einwiegen und Vorbereitung des Kleinkindes zum Schlaf tritt eine der ersten Situationen überhaupt ein, wo es zwischen den Eltern und dem Kind zum sog. „Machtkampf" kommen kann. Das Kind probiert, wo Ihre eigenen Grenzen eigentlich liegen. Es versucht, festzustellen, wie weit es mit seinen Forderungen gehen kann, wozu Mutti und Vati eigentlich bereit sind, damit ihr Kleiner oder ihre Kleine tatsächlich einschläft.

Die Eltern müssen es versuchen, abzuschätzen, wodurch das Schreien und Verlangen nach der Aufmerksamkeit seitens des Kindes verursacht werden – ob es ihm tatsächlich nicht gelingt, sich zu beruhigen, oder ob es sich seinerseits um eine teilweise bewusste Manipulation mit seinen Eltern und der Umgebung handelt. Hüten Sie also Ihre Grenzen, bestehen Sie auf Ihren Forderungen und seien Sie konsequent. Es ist nicht immer einfach, beim Einschlafen diese Ratschläge zu befolgen, aber bemühen Sie sich zumindest darum, so gut Sie es nur können. Mit schwachen und manipulierbaren Eltern kann sich nämlich nicht einmal ein Kind sicher genug fühlen.

Einschlaf- und Schlafrituale

Auch wenn Sie ein Anhänger der nachsichtigen Erziehung Ihres Kindes sind, dann seien Sie versichert, dass – was den Schlaf angeht – Ihr Nachkomme schon aus rein gesundheitlichen Gründen eine feste Ordnung und richtige Schlafrituale braucht. Die Einschlafrituale sind natürlich, sie rufen die richtige Atmosphäre hervor und beruhigen das Kind. Sie bereiten es darauf vor, dass sich die Zeit des Schlafes nähert. Erzählen Sie Ihrem Kind ein Märchen mit einem guten Ende, wiederholen Sie die angenehmen Ereignisse des gerade zu Ende gehenden Tages, singen Sie ein Schlaflied.

Das Fernsehen vor dem Schlafengehen lassen Sie lieber aus. Frühestens mit zwei oder drei Jahren kann ein Kind im Zimmer allein schlafen, bis dahin ist es notwendig, dass die Eltern dem Kind in der Nacht nahe sind. Es ist besser, wenn das Kinderbett neben dem Bett von Eltern steht. Ein Schlaf direkt im Bett von Eltern wird von Experten nicht besonders empfohlen. Das Bett ist voll von Kissen und anderen weichen Gegenständen – solche Bedingungen sind für kleine Babys nicht besonders sicher. In einem Raum mit viel Kissen droht dem Kind eine Abdrosselung oder sogar eine Erstickung, seien Sie deshalb aufmerksam und vorsichtig. Ein Kind, das mehr als fünf Jahre alt ist, sollte auf keinen Fall in einem Bett mit der Mutter schlafen. Es muss sich nämlich allmählich damit abfinden, dass die Mutter zum Vater gehört. Wenn es zu dieser Angewöhnung nicht kommt, drohen dann nicht nur Probleme zwischen den Eltern, sondern auch Probleme im späteren Alter oder während der Reifezeit des Kindes.

Machen Sie dem Kind das Einschlafen leichter

Eine richtige Schlafdauer ist wichtig, ein kleines Kind braucht eine längere Schlafdauer als ein Abiturient. Wie sieht es also mit dem richtigen Schlaf-Timing für Ihr Kind aus? Es soll vor allem lernen, zu festen Zeiten einzuschlafen und aufzustehen. Ein Kind im Säuglingsalter sollte fünfzehn bis neunzehn Stunden pro Tag schlafen, ein dreijähriges Kind muss rund zwölf Stunden schlafen und im Älter der Pubertät sind es acht bis neun Stunden täglich. Am Wochenende dürfen die schulpflichtigen Kinder höchstens um zwei Stunden länger schlafen als in der Arbeitswoche, wann Sie in die Schule gehen.

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Ein Kind im Säuglingsalter lassen Sie nie auf dem Bäuchlein schlafen, auf einer weichen Unterlage oder in einem überheizten Raum. Diese Umstände können das Risiko des plötzlichen Kindstodes erhöhen.

Wenn Sie Ihr Kindchen ins Bett bringen und es weint, dann versuchen Sie, vier bis fünf Minuten nicht zu reagieren. Sollte es sich auch nach dieser Zeit hören lassen, dann gehen Sie es streicheln, zudecken und dann gehen Sie wieder weg. Lassen Sie es im Bett und machen Sie das Licht nicht an, sprechen Sie wenig und leise. Weint das Kind auch weiter, dann wiederholen Sie die Beschwichtigung und versichern es, dass Sie in der Nähe sind.

Jiřina Prekopová: Tipps für eine angenehmere Nacht – für Sie und Ihr Kind

Jiřina Prekopová ist Kinderpsychologin und Autorin der populären Fachliteratur aus dem Bereich Erziehung und Kinderpsychologie. Was das Einschlafen der Kinder betrifft, rät Jiřina Prokopová den Eltern, vor allem selbstsicher zu sein. Wenn Sie sich sicher sind, dann unterstützen Sie auch Ihr Kind. Ein unsicherer Elternteil ruft beim Kind Verwirrung und Unsicherheitsgefühl hervor.

Bleiben Sie bei Bedingungen, unter denen Sie wollen, dass Ihr Kind einschläft – und ändern Sie sie möglicherweise nicht. Gestalten Sie einen fürs Einschlafen Ihres Kindes angenehmen Raum, so eine Art Versteck, wo es sich ähnlich gut fühlt wie im Mutterbauch. Deshalb ist es für ein Kind angenehm, wenn Sie es tagsüber in einem Tuch oder in einer „Kängurutasche" tragen, mit seiner Stirn zu Ihnen zugewandt. Gönnen Sie dem Kind Sicherheit beim Einschlafen durch Einhalten der Rituale bei und vor dem Einschlafen. Halten Sie die festgelegten Rituale knapp vor dem Schlaf ein. Zu diesen Ritualen gehören Baden, Zähneputzen und so weiter. Festigen Sie das Sicherheitsgefühl bei Ihrem Kind auch nach seinem Aufwachen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind, nachdem es am Morgen die Augen öffnet, alles so findet, wie es war, als es eingeschlafen ist.

Kinder mögen Schaukeln und Wiegen. Es ist interessant, dass jedem Kind ein anderer Rhythmus und eine andere Schaukelintensität passen. Wenn ein Kind nicht einschläft, führt es die Eltern oft dazu, das Kind in die Arme zu nehmen und es so zu tragen. Dies ist aber nicht ganz ideal. Das Problem besteht darin, dass Sie beim Hin-und-Her-Laufen im Zimmer auf viele Impulse stoßen, die Ihren Nachkommen eher aufwecken als beruhigen können.

Kindermassagen

Diese angenehme Technik ist bei den heutigen Eltern noch nicht so bekannt. Die Kindermassagen hat man aber als ein Mittel zur Beruhigung eines Kindes in vielen außereuropäischen Zivilisationen und auch in Frankreich häufig verwendet. Ein weinendes Kind, das von seiner Mutter massiert wird, beruhigt sich in der Regel schneller. Eine noch größere Relaxationswirkung und Behagen des Kindes erreichen Sie, wenn Sie ein Massageöl verwenden – es eignet sich zum Beispiel Mandel- oder Kamillenöl.

Erste Zähne und Einschlafen

Die ersten Zähnchen brechen den kleinen Kindern zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat durch. Nur sehr selten kommt es vor, dass ein Kind schon mit durchgebrochenen Zähnchen geboren wird. Während des Durchbrechens von ersten Zähnchen leiden Babys unter Schmerzen, was den üblichen Tagesverlauf, sowie das Einschlafen und Einschläfern des Babys komplizieren kann. Jak uspat malé dítě_3 Die Schmerzhaftigkeit und Komfortminderung eines Kindes kommen während des Durchbrechens von Zähnchen durch allgemeine Unzufriedenheit, größere Gereiztheit, Schlafstörungen und Probleme mit Nahrungsaufnahme zum Ausdruck. Das Zahnfleisch ist gerötet und angeschwollen. Eine Linderung der Schmerzen kann man mit verschiedenen Beißringen und auch dadurch erreichen, dass man das Zahnfleisch mit Fingern sanft massiert. Es ist auch möglich, unterschiedliche Kühlgels fürs Zahnfleisch zu verwenden, über die richtige Anwendung beraten Sie sich zuerst aber mit dem Arzt.

Die Estivill-Methode fürs Einschlafen Ihres Kindes

Das Buch von Eduard Estivill „So lernen alle Kinder schlafen" ist für alle Eltern bestimmt, die schon alles versucht haben, um Ihr Kind einzuschläfern, aber immer vergeblich. Diese Methode kann man erst dann verwenden, wenn das Kind von seiner Mutter in der Nacht nicht mehr gestillt wird. Es handelt sich üblicherweise um ein mehr als ein halbes Jahr altes Kind, das soll schon zehn bis zwölf Stunden ununterbrochen schlafen. Fangen Sie mit der Einübung der Estivill-Methode nicht an, wenn das Kind krank ist. Alle Haushaltsmitglieder, die am Einschläfern des Kindes irgendwie beteiligt sind, sollen mit dieser Methode bekannt gemacht werden. Die Grundlage besteht darin, die äußeren Bedingungen zum Einschläfern des Kindes bereit zu haben. Im Zimmer, in dem das Kind schläft und einschläft, sollte es eine Temperatur von rund 20 Grad Celsius, Dunkelheit und keine störenden Geräusche geben. Kinder mögen Regelmäßigkeit, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Vor dem Schlafengehen soll das Kind gefüttert und gebadet werden.

Kurz vor dem Schlafengehen können Sie mit dem Kind noch ein bisschen spielen, sprechen – ungefähr zehn Minuten und es dann ins Bett bringen. Im Bettchen sollte es Gegenstände geben, die es für die ganze Schlafdauer begleiten, am besten sind Plüschspielzeuge. Sobald Sie das Kind ins Kinderbett gebracht haben, sprechen Sie einen Satz aus, so eine Art „Zauberspruch", mit dem Sie dem Kind regelmäßig bekannt geben werden, dass sich die Ruhe- und Schlafzeit nähern. Sprechen Sie ihn mit einer ruhigen, aber entschlossenen Stimme und bleiben Sie nicht mehr im Zimmer. Das Kind wird sich wahrscheinlich Ihre Anwesenheit mit Weinen oder anders erzwingen. Je älter der Nachkomme ist, desto raffiniertere Weisen wird er ausdenken, um Sie zurück ins Zimmer zu locken. Wenn Sie also zurück ins Zimmer eintreten, dann damit Ihr Kind weiß, dass Sie es nicht verlassen haben. Wenn Sie aber zurück ins Zimmer eintreten, dann halten Sie sich nicht zu lange auf, berühren Sie das Kind leicht, wiederholen Sie die Einschlafformel und gehen Sie wieder weg. Sprechen Sie mit dem Kind nicht allzu lange und holen Sie es keinesfalls aus dem Bett heraus.

Treten Sie ins Zimmer und sprechen Sie den Satz an einzelnen Tagen in folgenden Intervallen aus:

  • der erste Übungstag: erstes Warten – 1 Minute, zweites Warten – 3 Minuten, drittes und weitere Warten – 5 Minuten
  • der zweite Übungstag: erstes Warten – 2 Minuten, zweites Warten – 5 Minuten, drittes und weitere Warten – 8 Minuten
  • der dritte Übungstag: erstes Warten – 3 Minuten, zweites Warten – 7 Minuten, drittes und weitere Warten – 11 Minuten
  • der vierte Übungstag: erstes Warten – 4 Minuten, zweites Warten – 9 Minuten, drittes und weitere Warten – 14 Minuten
  • der fünfte Übungstag: erstes Warten – 5 Minuten, zweites Warten – 11 Minuten, drittes und weitere Warten – 17 Minuten
  • weitere Tage, bis das Kind allein einschlafen kann: erstes Warten – 6 Minuten, zweites Warten – 13 Minuten, drittes und weitere Warten – 20 Minuten

So gehen Sie immer dann vor, wenn es notwendig ist und wenn Ihr Kind wach ist, es kommt nicht darauf an, ob es 20 oder 3 Uhr ist. Die Vorgehensweise ist immer gleich.

Nach ein paar Tagen sollten sich der Schlaf des Kindes und somit auch der Ihre deutlich verbessern. Die Methode scheint manchen Eltern zu drastisch zu sein, aber es gibt keinen Grund für Sorgen. Sie ist auf keinen Fall gefährlich und Ihr Kind erlitt keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, der Schlaf des Kindes wird besser – es wird dann tagsüber ruhiger und ausgeglichener sein.



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