Wenn Eifersucht nicht mehr erträglich ist

žárlivost2Eifersucht ist eine der natürlichen menschlichen Emotionen, chronische Eifersucht kann jedoch gefährlich sein und Menschenleben beeinträchtigen.

„Auf dem Wege zur wahren Liebe liegen drei große Steine - Selbstliebe, Eitelkeit und Eifersucht. Bis du diese Steine nicht fortwälzt, kannst du nicht weiter gehen." Richard Aldington

Eifersucht ist zusammen mit Liebe, Einsamkeit, Sorgsamkeit und Sympathie beständig und dauerhaft, sie schockiert und erschreckt uns immer durch ihren stechenden Schmerz des Bedürfnisses, der Verletzlichkeit und Abhängigkeit. Eifersucht ist ein Komplex von negativen Emotionen, Zorn, Minderwertigkeitsgefühl oder Depression und dem daraus resultierenden Gefühl eigener Mangelhaftigkeit.

Leider führt Eifersucht in zu vielen Fällen auch zu qualvollen Martern, paranoiden Phantasien, verzweifelt feindlichen Tiraden und Gewalttaten (einschließlich eines Mordes). Das passiert, wenn Eifersucht an Intensität gewinnt, sich mit einer Psychopathologie mischt, etwas in uns erregt, was zum Beispiel aus unserer Kindheit oder vorigen Beziehungen stammt. Wir können Eifersucht erkennen, wir können sie aber nicht unterdrücken, deshalb brauchen wir immer Hilfe, um sie zu verstehen und zu beherrschen.

Kindereifersucht und Rivalität

Die ersten Eifersuchtsäußerungen erscheinen schon in der frühesten Kindheit. Alle Kinder machen eine Zeit tiefer und starker Fixation auf ihre Mutter durch. Dazu kommt infolge der Befriedigung der Kinderbedürfnisse - das Kind ist von der Mutter völlig abhängig, sie ist für es unersetzlich. Ein kleines Kind lebt mit seiner Mutter in einer idealen emotionellen und körperlichen Verbindung, bis das Kind die Anwesenheit eines Rivalen merkt: eine andere Person (Vater, ein weiteres Kind) teilt die Mutterliebe mit ihm. Er oder sie ist nicht mehr der oder die einzige, den oder die die Mutter liebt. Ein Eindringling erschien - diese Erkenntnis ist umso schmerzvoller, weil sie normalerweise ganz plötzlich mit Geburt eines weiteren Geschwisters oder mit Ankunft eines neuen Partners auftaucht.

Es ist ganz natürlich, wenn wir als Kinder eifersüchtig sind, es muss keine tragischen Folgen für uns haben, wenn es uns gelingt, diese Gefühle frei und ohne Schuldgefühl zum Ausdruck zu bringen. Somit legen wir eine Art Eifersuchtsprüfung ab und in unserer Reife müssen wir zu keinem offenen Konflikt zurückkehren und ihn in unsere Liebes- und Partnerbeziehungen übertragen.

Häufigste Äußerungen der Kindereifersucht

Ein Kind spielt allein, es tyrannisiert die anderen Kinder, verdrängt die Anderen aus seinem Raum, zieht sämtliche Aufmerksamkeit auf sich an, fällt ins Wort, macht auf sich selbst aufmerksam, ist aggressiv, schreit...

Eifersucht auf Vater

Ein Kind will nicht zulassen, dass sich seine Mutter für eine andere Person interessiert. Während die Mutter für das Kind alles darstellt, ist es umgekehrt nicht so - die erste Stelle nimmt der Vater, das Kind nimmt den „zweiten Platz" ein.

Geschwistereifersucht

Kinder sind aufeinander eifersüchtig, sie fesseln die Aufmerksamkeit und versuchen es, den anderen zu übertreffen, sie empfinden Hass füreinander und sie wollen den anderen aus ihrem Raum (und auch aus dem Raum der Eltern) verdrängen.

Seien Sie dann auf der Hut, wenn das ältere Kind auf einmal negativ reagiert, nicht mehr das erfüllen will, was Sie von ihm verlangen, sich ärgert, Spielzeuge zerstört oder die Aggressivitätsäußerungen auf Geschwister überträgt. Achten wir auch auf eine Regression, wenn das Kind sich wie ein Baby benimmt und solche Pflege von den Eltern verlangt, kindische, seinem Alter unangemessene Töne herausbringt, sich trotzig benimmt und es ablehnt, zu kommunizieren usw. Seien Sie dem Kind nicht böse und erschrecken Sie vor der Situation nicht, interessieren Sie sich mehr dafür, ob das Kind zufrieden ist. Sprechen Sie mit ihm genug auch über die Geburt des Geschwisters und widmen Sie dem Kind seine „private" Zeit, die sich nur auf es konzentriert.

žárlivost u dětí

Junge oder Mädchen

Es ist wichtig, dass jeder seine eigene Stellung im Rahmen der Familie hat, damit es zur Verknüpfung und gerechten Integrierung - unterschiedlichem Geschlecht zum Trotz - kommt.

Wie benehmen sich in solchen Situationen die Eltern

Die Eltern haben manchmal Angst vor Wutausbrüchen ihrer Kinder und sie geben ihnen deshalb nach, sie überlassen ihnen ihre Stellungen bloß darum, Ruhe in der Familie zu bewahren. Es ist aber nicht gut, wenn sich das Leben der Eltern nur den Kindern unterordnet, es ist doch unser Leben - und deswegen ist es wichtig, eigene Grenzen und Regeln festzulegen. Bei vielen Eltern kommen ihre eigene Eifersucht oder Vergangenheitsspuren zum Ausdruck. Diejenige, die diese Emotionen aus der Kindheit selbst nicht verkrafteten, begegnen ihnen wieder in ihrer Reife, und zwar in einer Liebes- oder Partnerbeziehung, oder durch ihre Kinder und durch die schon erlebten Emotionen und Äußerungen.

Wenn ein Elternteil oder eine nahestehende Person nur ein Kind vor dem anderen lobt und zu dem anderen nur negativ, in einem fast förmlichen Ton spricht, dann erweckt dieses Benehmen in einem Kind Minderwertigkeitsgefühle, das Kind zieht sich in eine Isolation zurück und will über seine Gefühle nicht sprechen. Dadurch leugnet es die Eifersucht und bringt sie in seinem Leben weiter - so ein Kind vergleicht sich mit den anderen für den Rest seines Lebens.

Was sollen Eltern tun, wenn ihre Kinder eifersüchtig sind?

Für Kinder ist es sehr wichtig zu wissen, wie ihre Stellung in der Familie ist, wie wir sie ansprechen, was diese Ansprache bedeutet und welche gegenseitigen Beziehungen wir haben - Kinder, Eltern und Geschwister gegenseitig. Ist die Einstellung der Eltern klar und sicher, werden alle in der Familie entstandenen Regeln von Kindern natürlich aufgenommen. Es ist wichtig, dem Kind zu zeigen, dass wir keine Angst haben und dass wir mit unseren eigenen Gefühlen und Empfindungen fertig werden können. So zeigen wir dem Kind, dass es keine Angst vor seinem Gefühlsleben zu haben braucht und keine Eifersuchtsgefühle erleben muss. Auf diese Weise wird es zu einem gesunden Individuum mit dem Bewusstsein der eigenen Existenz und eigenen Stellung im Rahmen der Familie, Welt und Gesellschaft aufwachsen.

Man sollte in einem Kind seine natürlichen Vorteile fördern, die ihm in seinem weiteren Leben helfen können. Offen über Gefühle sprechen, danach fragen, wie sich das Kind fühlt, was es erlebte und im Augenblick erlebt, wie es Dinge wahrnimmt, offen sprechen, ein sicheres Familienklima für eine gesunde Entwicklung des Kindes schaffen. So können wir verschiedenen negativen Äußerungen vorbeugen, die zum Ausdruck kommen, wenn sich das Kind nicht sicher fühlt - z.B. wegen häufigem Einnässen, Ekzemen, Bockigkeit, Ablehnen, Isolation, Wortkargheit usw.

Partnereifersucht

Eifersucht stellt in einem gewissen Sinne eine Liebestheorie dar, die auf ein paar Grundprämissen basiert, die im Gemüt eines Eifersüchtigen seine Übermacht über geliebte Person (oder zumindest ihren Anschein) rechtfertigen. Sie sind auch Ursache eines innerlichen Konfliktes, den der Eifersüchtige erlebt - eines Konfliktes zwischen Wunsch und Realität.

  • Die geliebte Person gehört mir

Ein Eifersüchtiger will sich seinen Partner völlig zu Eigen machen, und zwar sowohl physisch, als auch geistig. Er will mit ihm verfließen, wünscht sich, dass aus zwei Wesen nur ein einziges entsteht, seine Gier kennt keine Grenzen.

  • Die geliebte Person muss ihre Liebe mir gegenüber beweisen

Ein Eifersüchtiger verlangt von dem geliebten Menschen Beweise der Liebe, Ergebenheit und grenzenlosen Bewunderung. Er wünscht sich, dass der Betreffende mit ihm ständig ist (körperlich und auch in Gedanken).

  • Die geliebte Person muss meine Ansprüche anerkennen

Die Tatsache, dass ein Eifersüchtiger seinen Partner liebt, bedeutet, dass er auch sämtliche Rechte auf ihn besitzt, deren Berechtigung man nicht leugnen kann: „Ich liebe dich und du schuldest es mir."

  • Die geliebte Person muss mich bedingungslos lieben

Ein Eifersüchtiger will unterbewusst wieder dieselbe Liebe erleben, die ihm einst seine Eltern gaben, auch wenn er ihr Gefühl oft idealisiert. Er verlangt deshalb, dass sein Partner ihn vorbehaltlos liebt, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, was er selbst tut oder wie er sich benimmt.

  • Ich bin von dir abhängig

Ein Eifersüchtiger kann sich sein Leben ohne geliebte Person nicht vorstellen, die er mit einer ihm eigenen Besessenheit zum Mittelpunkt seiner Existenz machte. Ohne den Anderen ist er nichts und bedeutet ebenfalls nichts.

žárlivost1

Wer ist eifersüchtiger, Frauen oder Männer?

Eifersucht wird von Angst, die aus Unsicherheit folgt, von übertriebenem Haften an der geliebten Person und von erhöhter Angst davor genährt, sie zu verlieren. Manchmal handelt es sich um körperliche Leidenschaft oder um Gefühl des Geliebten, oft wird beides kombiniert. Eifersucht kommt sowohl bei heterosexuellen, als auch homosexuellen Paaren vor, eifersüchtig sind Männer und auch Frauen, beide Geschlechter neigen zur Eifersucht meistens dann, wenn sie sexuell leiden.

Frauen sind meisten wegen emotioneller Aufmerksamkeit des Partners eifersüchtig, Männern widerstrebt dagegen eher eine Teilung von sexueller Aufmerksamkeit der Partnerin. Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass Frauen eine größere Neigung dazu haben, Vorwürfe zu machen, den „Terror der Tränen" auszunutzen und mit Ehescheidung oder Trennung zu drohen, Männer im Gegenteil viel mehr untersuchen, bestrafen, tadeln, an die Moral appellieren. Die großen, wirklich theatralischen Szenen gehören eher zum männlichen Naturell, für Frauen ist mehr eine systematische, scheinbar kleine und unauffällige Eifersucht kennzeichnend, die aber durch ihre Intensität und Beharrlichkeit gefährlich ist.

Wozu führt langfristige Eifersucht?

Für das Zusammenleben mit einem Eifersüchtigen ist der Spiraleffekt typisch. Je eifersüchtiger ein Mensch ist, desto mehr will er sein Gegenüber besitzen, es ganz im Griff haben. Somit strebt der Eifersüchtige danach, das Risiko zu senken, dass sein - wenn auch nur imaginäres - „Vermögen" verkleinert, geschränkt oder geändert wird. Eifersucht wird durch die Vorstellung hervorgerufen, dass der Partner eine Beziehung mit einer anderen Person führt, wobei sich die Impulse für ihre Entstehung unterscheiden. Bei Beurteilung, wie Eifersucht erträglich ist, ist eindeutig die Bewertung des Gegenübers vom Eifersüchtigen entscheidend, es ist ähnlich wie bei Schmerztoleranz. Das von Eifersüchtigen erlebte Leiden ist bei beiden Geschlechtern gleich, es unterscheidet sich nur nach der Lösung dieses Lebensdramas.

Wie lösen Eifersüchtige ihr Problem?

Eifersüchtige Frauen, nachdem sie das Stadium einer tiefen Depression durchgemacht haben, beenden in der Regel ihre Beziehung, während eifersüchtige Männer gewöhnlich zu physischen oder emotionellen Gewaltmenschen werden. Frauen bekennen sich zu ihrer Eifersucht viel einfacher als Männer, sie wissen, dass sie eifersüchtig sind, und sie verlangen sogar Eifersucht als eine Art Liebesbeweis. Männer hingegen ihre Eifersucht oft verheimlichen, die verborgenen Gefühle stellen aber guten Nährboden für unterschiedlichste phantasmagorische Vorstellungen dar, die danach in ihren Folgen zur Verwandlung einer geläufigen Eifersucht in eine pathologische Eifersucht. Mit Eifersucht durch das Leben zu gehen ist unheimlich schwierig, es ist besser, sie standzuhalten, eigene Vorstellungen loszuwerden, unsere Liebesvorstellungen zu revidieren und die Weise zu ändern, auf der wir unsere Gefühle zum Ausdruck bringen.

Chronische Eifersucht

Ein Eifersüchtiger ist oft in seinen trügerischen Vorstellungen von Liebe eingeschlossen, er sucht die Ursache seines Leidens im Benehmen des Partners, er vergisst, sein eigenes Leben zu leben und konzentriert sich nur auf den Partner. Er schämt sich für erlebte Eifersucht, verbirgt sein Leiden und somit wird seine allgemeine Frustration immer größer. Er erlebt das Gefühl, er sei Liebe nicht wert, fühlt sich minderwertig - und diese Minderwertigkeitsgefühle können stärker werden. Ein Eifersüchtiger, der es nur mit großen Schwierigkeiten schafft, sexuell treu zu sein, hat auch zudringliche Gefühle, von dem Partner betrogen zu werden, was zur Steigerung des Misstrauens führt. Bei einem Eifersüchtigen steigert sich alles, bis er sich von der Realität abschneidet, er wird zum Opfer von fixen Vorstellungen von Untreue des Partners, die auf seiner Überzeugung basieren, dass die Anderen schuldig sind - immer und unter allen Umständen. Er erlebt tiefe Verletzungen seiner Selbstliebe und seiner Emotionen, die er schon in der frühen Kindheit erlitt. Diese Äußerung verlangt schon die Fachhilfe von Psychologen und Psychiatern.

Wie benimmt sich und was tut ein chronischer Eifersüchtiger

  • Er muss alles beaufsichtigen, was die geliebte Person tut und sagt. Er will alles von ihrem Leben wissen, Minute für Minute.
  • Er versucht, die geliebte Person von ihrer Familie, ihren Freunden und Kollegen zu isolieren. Er verbietet ihr alles, kontrolliert Kleidung, Make-up, Handykontakte, Posteingang usw.
  • Überlegt überschüttet er die geliebte Person mit erniedrigenden Anmerkungen, bis es ihm manchmal gelingt, das allgemeine Schuldgefühl beim Partner auszulösen. Der Partner fühlt sich unfähig und dann auch von dem Eifersüchtigen abhängig.

Der Eifersüchtige fühlt sich in seinen Bedürfnissen beschränkt und das Partnerleben zu zweit diese Frustration dank gegenseitig wirkenden negativen Einflüssen noch vertieft. Sobald Sie damit beginnen, von Ihrer Eifersucht zu sprechen, machen Sie den ersten Schritt bei ihrem Entschluss, dieses Problem zu lösen. Wenn Sie Ihrem Partner Ihre Gefühle erläutern, ohne ihn anzugreifen, geben Sie ihm nicht nur eine Möglichkeit, das zu verstehen, was Sie erleben, sondern auch eine Gelegenheit, sein verletzendes Benehmen zu ändern. Eifersucht sendet Signale aus, die uns dabei helfen, unsere schwachen Seiten zu entdecken. Man muss sich mit sich selbst abfinden, mögen Sie sich selbst und finden Sie die Mitte Ihrer Persönlichkeit - sie sind dann nicht mehr von Würdigung seitens der Anderen und von Liebesbeweisen abhängig. Sie werden dann mit sich selbst glücklich sein und Sie achten sich selbst genug.

Das verlangt jedoch nicht nur Zeit, sondern auch eine riesige Anstrengung und Beharrlichkeit, denn Eifersucht ist keine Angelegenheit eines Menschen, sie ist eine Angelegenheit des ganzen Paares. Zuerst müssen wir also offen gestehen, dass wir eifersüchtig sind, und erst dann können wir Eifersucht bekämpfen und uns dafür nicht mehr schämen. Bis Sie das Problem eindeutig benennen, wird die Lage immer schlimmer. Eifersucht hat ihren Zweck, sie macht auf Existenz eines Problems aufmerksam.

Eifersucht und ihre Folgen wurden in der Vergangenheit zum Thema vieler Romane, Lieder, Gedichte, Filme und anderer Kunstwerken. Sie wurde zum Objekt von Interesse der Wissenschaftler aus dem Bereich der Psychologie, im deren Rahmen manche Faktoren ihrer Entstehung und ihres Verlaufes beschrieben wurden, der Soziologie, im deren Rahmen man auf die Kulturwerte und ihren Zusammenhang mit Eifersucht hinwies, und der Biologie, die manche Faktoren beschrieb, die Eifersucht auf dem unbewussten Niveau beeinflussen können.



in PDF download

Durchgelesen: 949x




Psali jsme před rokem

1205-tainted-love-art

Sind Sie vom Partner abhängig?

Jede Abhängigkeit, von was auch immer, ist mit Komplikationen verbunden, oder – im schlimmeren Fall – mit weiteren Problemen und Hindernissen, Freiheits- oder Persönlichkeitsverlust. Eine Abhängigkeit vom Partner ist nicht so geläufig. Es ist wohl möglich, dass Sie denken, nur...