Unterschätzen Sie die Gefahren von sozialen Netzwerken nicht!

Fotolia_41635035_XSSoziale Netzwerke werden - wollen wir es, oder nicht - zum Bestandteil unseres Lebens. Es entstehen immer neue Webseiten, auf denen sich Menschen aus der ganzen Welt treffen, sie kommunizieren miteinander, besprechen ihre gemeinsamen Hobbys, schicken einander Fotos, Videos, spielen Spiele, lernen sich kennen… Möglichkeiten und Aktivitäten im Rahmen von sozialen Netzwerken sind wirklich breit. Und damit steigt auch das Missbrauchsrisiko.

Die bekanntesten und beliebtesten Netzwerke wie Facebook, Twitter oder mySpace werden den Experten nach von mehr als 250 Millionen Menschen in der ganzen Welt verwendet und diese Zahl wird mit jedem Tag höher.

Vor allem junge Menschen haben die sozialen Netzwerke für sich entdeckt und verwenden sie häufig. Die Kommunikation im Rahmen von sozialen Netzwerken ist unterhaltsam, sie entwickelt Freundschaften und soziale Fähigkeiten, auf der anderen Seite bringt sie aber auch Sicherheitsrisiken mit sich.

Cybermobbing ist wohl die bekannteste Missbrauchsart von Informations- und Kommunikationstechnologien. Zum Cybermobbing können nicht nur soziale Netzwerke ausgenutzt werden, sondern auch Handys und Internet. Es handelt sich hier um so eine Handlung, die einen anderen absichtlich aus der Balance bringen soll. Es gibt immer mehr Opfer von Cybermobbing, deshalb muss man viel Wert auf seine Vorbeugung legen, und zwar hauptsächlich unter Kindern und Heranwachsenden.

Cybermobbing und geläufiges Mobbing

Eins haben Cybermobbing und geläufiges Mobbing gemeinsam, ihr Ziel ist es, jemandem wehzutun, und zwar physisch oder psychisch. In vielen Fällen überschneiden und ergänzen sich die Äußerungen von einzelnen Mobbingarten. Die virtuelle Welt unterscheidet sich von der realen sehr, was dazu führt, dass sich auch das geläufige Mobbing von dem Cybermobbing unterscheidet. Das Hauptmerkmal von Cybermobbing ist Anonymität. Die Menschen kommunizieren miteinander, ohne von ihren sozialen Rollen oder physischen Mängeln belastet zu sein, und wenn sie mit jemandem nicht in Kontakt bleiben wollen, dann können sie die Kommunikation ganz einfach abbrechen. Es liegt bloß an uns selbst, wie wir uns diesen Möglichkeiten entgegenstellen, die Technologien uns bieten.

Hauptmerkmale von Cybermobbing

1. Angreifer sind anonym

Im virtuellen Umfeld treten die Angreifer meistens unter einem Spitznamen, einem Nick-Name auf. Für Angreifer stellt es kein Problem dar, immer neue Identitäten zu schaffen. Das Gefühl von Unfangbarkeit stärkt die Mut des Angreifers und seine Sehnsucht danach, immer gröbere Methoden und Angriffformen zu probieren und beispielsweise auch weitere Angriffe zu unternehmen. So eine Anonymität kann oft jedoch nur scheinbar sein, denn die Identität der Angreifer kann durch wirksame Vorgehen enthüllt werden.

2. Profil von Angreifern und Opfern ändert sich

In der virtuellen Welt liegt es nicht an Alter, Geschlecht, Kraft oder sozialer Stellung des Angreifers. Zum Verursacher von Cybermobbing kann jeder werden, der sich in IT-Technologien auskennt, sogar ein physisch schwaches Individuum. Für Opfer dieser Art von Mobbing gilt auch, dass sie manchmal selbst zu Tätern von Cybermobbing oder zu seinen Beobachtern werden. Anknüpfung von sozialen Kontakten in der virtuellen Welt ist heutzutage relativ üblich. Um Cybermobbing vorzubeugen empfiehlt man, im Internet sich sicher und verantwortlich zu verhalten, nicht sinnlos zu riskieren und persönliche Angaben oder Fotos nicht zu veröffentlichen.

3. Ort und Zeit von Angriffen ändern sich

Beim üblichen Mobbing lässt sich zumindest teilweise vorhersagen, wo es zu einem Angriff kommt, aber das Cybermobbing kann jederzeit und überall auftauchen. Zum Opfer eines Angriffs können wir werden, immer wenn wir im Internet sind oder ein Handy bei sich haben. In so einem Fall gibt es vor einem Cyberangriff keine Zuflucht. Der Angreifer kann uns jederzeit finden, und zwar auch in Geborgenheit des Elternhauses, mag es um die Mitternacht sein.

4. Menschen benehmen sich in der virtuellen anders als in der wirklichen Welt

In der virtuellen Welt können sich Menschen vieles „ausdenken“, ein anderes Alter, einen anderen Beruf oder falsche persönliche Informationen angeben und auf diese Weise mit Menschen manipulieren, mit denen sie kommunizieren. Manche Leute benehmen sich in der virtuellen Welt weniger vorsichtig als in der Welt der Realität. Sie sind beispielsweise mutiger bei einer Kommunikation über empfindliche Themen, sie kommunizieren ohne Hemmungen. Sie wagen es, zu diesem Zwecke auch neue Methoden zu probieren, zu denen sie sich in der Wirklichkeit nie entschließen würden. Sie sehen nicht, was für Auswirkungen ihr Benehmen auf die Opfer hat, und wenn wir noch in Betracht ziehen, dass sie die angegriffenen Personen nicht einmal persönlich kennen müssen, wird die ganze Situation noch schlimmer.

Die virtuelle Kommunikation stört überdies die Vorstellung davon, wie so eine Kommunikation unter Menschen verläuft und wie zwischenmenschliche Beziehungen gebildet werden.

5. Beim Verbreiten vom Cybermobbing hilft dem Angreifer auch sein Publikum

Die Mittel vom Cybermobbing können ganz einfach weiter verbreitet werden, deshalb kann das Cybermobbing ein sehr breites Publikum haben. Wenn empfindliche Nachrichten, Aufnahmen oder Fotos im Internet publiziert werden, kümmern sich oft andere darum, dass die Inhalte verbreitet werden. Dieses „Publikum“ ermöglicht es dann, die Intensität des Angriffs zu steigern und seine Folgen fürs Opfer zu verschlimmern.

6. Die Folgen für Opfer vom Cybermobbing lassen sich nicht einfach erkennen

Das Cybermobbing ist meistens mit psychischer Quälerei des Opfers verbunden. Im Gegenteil zu Schrammen und blauen Flecken sind die psychischen Narben auf den ersten Blick nicht so gut sichtbar. Die Opfer vom Cybermobbing sind oft introvertiert und sprechen über ihre Probleme nicht. Es kann mehrere Gründe für so ein Verhalten geben, mögen es Scham, Angst, Furcht vor Unverständnis oder nicht erkanntes psychisches Mobbing usw. sein. Das kann dazu führen, dass sie die Situation selbst bewältigen müssen, was sie oft nicht meistern.

7. Cybermobbing muss nicht absichtlich sein

Das Cybermobbing kann auch eine Folge dessen sein, dass wir eine Situation oder Reaktion eines bestimmten Menschen falsch einschätzen. Unser Scherz kann jemandem Schmerz verursachen.

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Stalking und Cyberstalking

Eine wiederholte und steigernde Belästigung von unterschiedlicher Intensität kann verschiedene Äußerungsformen haben. Es handelt sich um Verfolgung, „Bombardierung“ mit SMS-Nachrichten, E-Mails, Anrufen oder verschiedenen „Geschenken“, die vom Opfer nicht gewünscht sind. In Verbindung mit IT-Technologien benutzen wir den Begriff Cyberstalking. Zu den häufigsten Opfern von Stalking werden Promis, Ex-Partner und Politiker. Am üblichsten wird der Kontakt mit dem Opfer durch Nachrichten mit verschiedenen Inhalten aufgenommen. Im Rahmen der Bemühungen um Kontaktaufnahme mit dem Opfer wird eine breite Palette von Gefühlen verwendet.

Ein Stalker demonstriert seine Macht auf eine Weise, die beim Opfer Angst hervorruft. Es kann um physische Verfolgung des Opfers zum Beispiel auf seinem Weg in die oder von der Arbeit, Warten aufs Opfer vor dem Haus, Drohungen, Mühe um Kontrolle über das Leben des Opfers gehen. Das verfolgte Opfer wird manchmal zum Opfer eines sexuell motivierten Mordes. Die weiteren Etappen von Stalking können Zerstörung oder Beschädigung von Sachen des Opfers sein. Es können verkratzter Autolack, zerstochene Autoreifen, zerschlagenes Fenster, Liquidation eines häuslichen Schmusers, Beschädigung von persönlichen Sachen vorkommen. Es ist auch ziemlich üblich, dass sich der Stalker für ein Opfer ausgibt. Im Rahmen von Stalking oder Cyberstalking wird das Opfer durch Verbreiten von falschen Informationen in der Arbeit, in den zwischenmenschlichen Beziehungen oder im nächsten Umfeld angeschwärzt.

Einen Stalker zu erkennen muss überhaupt nicht einfach sein und oft gelingt es nicht. Zu Stalkern werden häufiger Männer als Frauen, Frauen als Stalkerinnen sind jedoch problematischer für ihre Beharrlichkeit und Systematik.

Zum Stalker kann eine Person werden, die das Opfer persönlich kennt und weiß, dass sie es verfolgt. Es kann sich auch um eine Person, die es persönlich kennt, aber nicht weiß, dass sie es verfolgt, oder um eine Person handeln, die es persönlich nicht kennt, die ihre Opfer zum Beispiel im Internet sucht.

Stalking ist auch ein bedeutendes Phänomen für die Kriminalistik, denn es kann manchmal auch ernstere Straftaten vorzeichnen.

Stalker-Typologie

1. Ehemaliger Partner

Ein Mensch kann das Ende einer Beziehung nicht akzeptieren, mag es sich um eine Arbeits-, Geschäfts-, Therapie- oder Partnerbeziehung handeln. Das Benehmen des Stalkers wird in diesem Fall durch Sehnsucht nach Erneuerung der eingegangenen Beziehung oder durch Sehnsucht nach Vergeltung für eine Ablehnung motiviert. Der Stalker kann sich durch Ablehnung erniedrigt fühlen, er hat das Verlustgefühl in Verbindung mit Frustration, Zorn oder Eifersucht. In vielen Fällen hat dieser Typ von Stalker nur schwache soziale Fähigkeiten und oberflächliche soziale Kontakte.

2. Verehrer

Er sehnt sich nach einer Beziehung mit der Person, die ihn fesselte. Er nimmt an, dass sein ausgesuchtes Gegenüber seine Gefühle erwidert, er bemüht sich primär um eine sexuelle Beziehung, es überwiegt eher die Sehnsucht, von der verehrten Person angenommen, akzeptiert zu werden. Jede beliebige Reaktion der anderen Partei ermuntert und motiviert zur weiteren Handlung. Er hat erhöhte Gefühlsansprüche, wenn er abgelehnt wird, können Drohungen, Mühe um Verletzung des Anderen, Einschüchterung, Gewalt kommen. Zu diesen Stalkern gehören die sog. Promi-Stalkers - Verfolger von bekannten Personen.

3. Ungeschickter Bewerber

Diese Menschen sind sozial ungeschickt, mit einer kleinen Fähigkeit, andere Menschen kennen zu lernen. Sie sehnen sich nach intimen oder romantischen Beziehungen, aber sie können sie nicht anknüpfen. Oft sind sie narzisstisch, haben einen Mangel an Empathie. Sie bemühen sich um physischen Kontakt mit dem Opfer (sie wollen es an seiner Hand halten, es küssen…), sie greifen meistens aber zu keinerlei Gewalt. Sie sind in der Regel nicht so beharrlich wie die anderen Stalker-Typen.

4. Gekränkter Verfolger

Das Motiv der Verfolgung stellt ein tatsächlicher oder vermutlicher Schaden dar, den ihm der Opfer verursachte. Die Angriffe bestehen in Einschüchterung und Androhung. Sie sind sehr beharrlich, die Belästigung bringt ihm das Gefühl der Befriedigung und der Macht über das Opfer. Das Benehmen dieses Stalkers ist nicht selten irrational und paranoid. Er greift nicht zur physischen Gewalt, eher zur verbalen Einschüchterung, Androhung, er übt Rache an Haustieren, bricht ins Haus oder in die Wohnung des Opfers ein usw.

5. Sexueller Angreifer

Dieser Stalker-Typ hat angriffslustiges bis sexuell aggressives Benehmen. Sie streben nach einem physischen oder sexuell motivierten Angriff gegen das Opfer. Die Motivation ist die Sehnsucht nach sexueller Befriedigung oder das Gefühl von Manipulation mit dem Opfer. Es handelt sich üblicherweise um sexuelle Deviante mit einer niedrigen Fähigkeit des sozialen Verhaltens. In ihrem Verhalten kommen Sadismus, Masochismus, Voyeurismus, Exhibitionismus oder obszöne Tendenzen und weiteres zum Ausdruck.

6. Betörter Liebhaber

So ein Stalker lebt in der Überzeugung, dass das Opfer in ihn verliebt ist. Er interpretiert sein sämtliches Verhalten so, dass es seine Illusion fördert. Er ist davon überzeugt, dass seine Traumromanze zu einer wirklichen stabilen Beziehung wird, er kann auch unter akuter Paranoia leiden. Üblich sucht er ein Opfer mit einem hohen sozialen Status au sund negiert in der Regel alle rechtlichen Lösungen von der anderen Partei. Wenn er nicht von einem Psychologen betreut wird, setzt das Stalking bei ihm fort.

7. Cyberstalker

Bei dieser Verfolgung nutzt der Stalker IT- und Kommunikationstechnologien aus. Seine Verfolgung verwirklicht er meistens mittels elektronischer Medien. Cyberstalking kann zu einer Begleiterscheinung von jedem oben genannten Stalking-Typ werden.



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