Männliche und weibliche Energie: Die Kraft in uns

ženská energieIm Kinderalter sind wir spielerisch, fröhlich und spontan, unsere Weltanschauung scheint uns voll von Überraschungen und Zaubern zu sein. Wir entdecken die Schichten des Seins und seine verschiedenen Ebenen ohne Vorurteile, wir sind viel freier, fröhlicher und voll von Energie. Mit dem allmählichen Auf- und Heranwachsen vergessen wir aber oft, zu spielen. Wir vergessen auch die Freude, die es uns brachte, als wir voll lebten.

Erziehung, Kindheit und unsere Energie

Unter Einfluss der Erziehung entstehen dann unsere Werte, die durch verschiedene Anschauungen und Bewertungsurteile seitens unserer Umgebung geformt werden. Es kommen immer mehr verschiedene Beziehungserfahrungen hinzu, in denen wir das geltend machen, was wir einmal lernten, das, was uns als richtig, passend und gewollt gezeigt wurde, das, was das „ideale Modell von uns" bildet. Unter dieser Last entstanden in uns plötzlich Enttäuschung, Deprivation, Frustration, negative Urteile und Zweifel an uns selbst, an unserer eigenen Kraft. Es kam vielleicht auch zur Verletzung des Respektes vor sich selbst, vor dem Leben, den Anderen und der ganzen Welt und wir lernten es, sich eher dem anzupassen, was von uns erwartet und gewollt wird. Wir hörten damit auf, sich danach zu richten, was wir fühlen, wünschen und wollen in unserer Natürlichkeit und was wir in unserem Leben erzielen wollen.

Man sagt, Frauen haben es von ihrem Wesen aus dem Universum und seinen Energien näher. Es ist durch die weibliche Vorbestimmung gegeben, Mütter zu werden und das Leben zu geben. Männer sind dagegen die treibende Kraft und bestimmende Richtung für Frauen, sie führen und helfen dabei, wenn das Leben entsteht. Die Vorbestimmung der Männer ist dabei der Schutz.

Weibliche Energie

Frauen können ihre Energie und Kraft in vielen Hinsichten durch ihren Menstruationszyklus wahrnehmen. Frauen sind zyklisch, sie machen die einzelnen Phasen des Zyklus durch – und es ist interessant, dass Frauen üblicherweise zur Zeit des Vollmondes und Neumondes menstruieren. Der Mond ist eigentlich ein weibliches Element (Vollmond = Weißmondzyklus und Neumond = Rotmondzyklus), der auch zyklisch ist. In jeder Phase des Menstruationszyklus kommt es zu einer Verbindung mit der weiblichen Energie und ihrer Arbeit. Die Lebensenergie von Frauen befindet sich im Beckenbereich, dort, wo physisch ihre Eierstöcke liegen. Sie werden als ein Dreieck dargestellt, das heißt, sie sind dazu imstande, mit der Energie des Universums mehr verbunden zu sein, sie gelangen von einem Punkt zum anderen in Zusammenhang und im Kontext, sie können auch mehr aufnehmen. Die Arbeit mit dieser Energie ist jedoch individuell.

Phasen des Menstruationszyklus und Frauenenergie

  • Jungfrauenenergie = Präovulationsphase

Mit der Jungfrauenenergie verbindet man den Anfang von neuen Projekten, es ist eine Zeit, die nur der Frau alleine gehört. In dieser Zeit ist sie von dem Reproduktionszyklus befreit, sie gehört nur sich selbst. Eine Frau wird in dieser Zeit selbstbewusst, gesellschaftlich und dazu fähig, problemlos alltägliche Schwierigkeiten und Sorgen zu bewältigen. Sie ist viel mehr entschlossen, ambitiös, konzentriert und in ihrer Arbeit kann sie mehr erreichen. Die Sexualität von einer Frau ist dann unalltäglich, frisch und diese Phase wird zu einer Zeit der Unterhaltung und Freude. Im ganzen Aussehen einer Frau spiegelt sich die Begeisterung über die äußere Welt wider.

  • Mutterenergie = Ovulationsphase

Die Mutterenergie bringt Produktivität der schon existierenden Projekte mit sich. Es ist eine Zeit, in der Frauen immer noch ausstrahlend sind, aber auf einer anderen Frequenz als in der Nicht-Ovulationszeit. Die Zeit der Mutterenergie ist eine Zeit, in der sich eine Frau nicht mehr so sehr mit sich selbst beschäftigt, weil sie deutlich mehr auf die Nicht-Selbstsucht der Mutterschaft vorbereitet ist. Die eigene Sehnsucht und die eigenen Bedürfnisse sind für eine Frau nun weniger wichtig. Sie konzentriert sich in dieser Phase auf die Pflege der Anderen, sie strahlt Liebe und Harmonie aus. Die Sexualität einer Frau blüht in Erfahrungen der tiefen Liebe und der Teilung mit den Anderen auf. Sie wirkt auf Menschen mehr als ein Magnet – und sie kommen zu ihr mit einer Bitte um Hilfe und Unterstützung.

  • Zauberinnenenergie = beim Lösen eines Eis, wenn es zu seiner Befruchtung noch nicht kam

Die Zauberinnenenergie ist eine Zeit der ungezügelten Schaffenskraft. Es ist eine Zeit, in der eine Frau ihre innerliche Seite miterlebt und in der sie sich der Geheimnisse der Natur und ihrer Übereinstimmung damit bewusst wird. Sie konzentriert sich aber ein bisschen schlimmer und ihre Bereitschaft, sich mit den alltäglichen, üblichen Angelegenheiten zu beschäftigen, nimmt ab. In der Zeit nimmt im Gegenteil ihre Fähigkeit des Träumens stark zu und ihre Intuition verbessert sich. Die Sexualität einer Frau ist sehr intensiv und sie verfügt über eine fast magische Macht. Eine Frau weiß ganz genau, wie diese Macht auf Männer wirkt, also können die Energien sehr leidenschaftlich sein.

  • Altweiberenergie = die eigentliche Menstruation

Die Altweiberenergie während der eigentlichen Menstruation stellt eine Zeit der Introspektion dar, also der Umkehrung und Bewertung des eigenen Ichs. Die Zeit der eigentlichen Menstruation ist hinsichtlich der Frauenenergie eine Zeit, in der sich eine Frau der normalen Welt entfernt, in der sie schlafen und träumen muss, in der sie eine Energie intuitiver Natur hat, aber sie repräsentiert sie äußerlich mit Ausnahme von grundlegenden Visionen nicht. Sie reagiert mehr auf ihre Träume, sie wird zu einem Teil der Natur und erkennt intuitiv ihre Gesetzmäßigkeiten. Sie sucht die Antworten auf Probleme und lernt, sowohl ihre Vergangenheit, als auch die Unsicherheit der kommenden Zukunft zu akzeptieren. Ihre Sexualität blüht auf genauso wie beim Vollmond, aber statt diese Energie auf physische Weise auszugeben, stärkt diese Geschlechtlichkeit vor allem die geistige Seite einer Frau.

In jeder Phase des Zyklus hat eine Frau einen Anteil an dunklen und hellen Energien. Zwischen den einzelnen Phasen gibt es keine festen Grenzen, eine Energie geht fließend in die andere über.

Männerenergie

Das männliche Element stellt die Sonne dar. Die Sonne ist energisch, lebenserregend, strahlend und kräftig. Wenn ihre Kraft aber übertrieben wird, kann sie sogar aggressiv vernichtend sein. Männer wurden als Weisheitslehrer empfunden, die Überfluss an starkem Willen, Entschlossenheit und Bedächtigkeit, Entschlossenheit zur Leistung und Pflicht hatten. Sie sind diejenige, die über physische Kraft verfügen, aber zugleich die Kunst eines liebevollen Beschützers beherrschen. Auch die männliche Kraft befindet sich im Beckenbereich - es ist durch ihr Geschlecht gegeben, dass Männer meistens einem einzigen Ziel, einem einzigen Punkt zustreben, dass sie eine einzige Richtung einschlagen. Sie müssen sehr konzentrierte Energie aufwenden, um ihr Ziel erreichen zu können. Erst wenn sie dieses ein Ziel erreicht und die Aufgabe abgeschlossen haben, können sie sich einer anderen Sache völlig und gegenwärtig widmen, sonst wirken sie sehr fahrig.

Männer werden oft für „große Kinder" gehalten. Männer wollen nicht selten Anerkennung, Ehre und das Gefühl, von ihrer Umgebung akzeptiert zu werden. Das alles sollten sie als kleine Kinder erst von ihrem Vater bekommen, das heißt von dem ersten und sehr wichtigen Mann in ihrem Leben, oder von einer Gruppe ihm nahestehender Männer. Früher wurden diese Bedürfnisse durch Einweihungsriten und Überwindung bestimmter Hindernisse oder Angst usw. befriedigt. Männer mussten natürlich sein und sich nur auf sich selbst verlassen. Sie mussten auch all das, was sie erlebt hatten, allein verkraften. Diese Tiefe der Erfahrungserkenntnis ging durch stilles Mitteilen von einem Mann auf den anderen über, sie brauchten keine Worte dazu, sie wussten es einfach. Das Mitteilen der Stille ist für Männer von einer viel größeren Kraft als Worte, sie müssen in ihr Inneres zurückkehren. Dabei können ihnen heutzutage ihre Partnerinnen helfen, und zwar dadurch, dass sie in der Beziehung Achtung zollen, sich gegenseitig mit ihren Partnern unterstützen und sich genug Raum geben.

Einklang der männlichen und weiblichen Energie

Frauen und Männer, das ist ein Durcheinander von gegensätzlichen Elementen, das das natürliche Ganze des Lebens ergänzt. Wir lernen voneinander – es geht um gegenseitige Achtung, um Toleranz, Liebe, Verständnis, Freundschaft, Teilung und darum, das Beste zu nutzen, was sich in uns befindet. Wir können dann mit großer Toleranz das annehmen, was uns einzigartig macht. Das sind eben auch unsere Mängel, mit denen wir lernen, umzugehen. Das tiefe Lernen und die Kenntnisse, die in uns schlummern, nutzen wir in unseren Leben oft nicht ganz. Mehrmals vergessen wir, dass es sehr befreiend sein kann, in die Zeit unserer Kindheit, der Verspieltheit, wo wir mit Leichtigkeit lebten, zurückzukehren. Jeder von uns wünscht sich, voller und glücklicher zu leben, mit Leichtigkeit und Freude, in Harmonie mit den anderen Menschen, Tieren und Pflanzen. Wir wünschen uns, ein stabiles Umfeld, eine stabile Arbeit und genug Geld zu haben.

Heutzutage sind viele Frauen und Männer bewusster, sie bemühen sich darum, an sich selbst zu arbeiten, und darum, alle in unserem Tiefen Gedächtnis gespeicherten Kräfte und Energien völlig zu nutzen. Zur gegenseitigen Verbindung und Stärkung dieser Kraft kommt es beim Geschlechtsverkehr. Es gibt viele Richtungen, die an einem besseren und tieferen sexuellen Erlebnis arbeiten, weil es nicht mehr nur um Kinderzeugung, sondern auch um Verbindung beider Partner und um Verbindung mit höheren Kräften geht. Auf diese Weise entstehen tiefe Erlebnisse auf vielen Ebenen, sowohl in jedem Individuum, als auch in der Tiefe der Partnerschaft und des Weiteren auch in anderen Beziehungen. Es geht auch um Bewusstwerden tierischer Kraft und ihre Nutzung für unsere persönliche Entwicklung.

Tantra versus männliche und weibliche Energie

Es geht nicht nur um Bewusstwerden des Guten, aber auch des Destruktiven, was für uns Treibkraft und schöpferische Energie bedeutet. Der altertümlichen tantrischen Tradition nach wird das ganze Universum aus der ekstatischen kosmischen Verbindung von dem Männlichen (+) und Weiblichen (-) Prinzip geboren. Das spiegelt sich auf der menschlichen Ebene in der Form der gegenseitigen Liebe und Übereinstimmung wider. Für uns ist es eine indirekte Einladung zum Durchforschen der verfeinerten und transfigurativen Dimension der Sexualität. Denjenigen, die sich mit dem Tantra tief beschäftigen, ist es klar, dass man darin die Bedeutung der sexuellen Kraft als Grundpotenzial unseres Wesens und als Motor sämtlichen Lebens auf unserem Planeten hoch schätzt. Man kann seine oft unerwartete Bedeutung für das geistige Leben erahnen.

Geistigkeit und Sexualität stehen nicht im geringsten Widerspruch, wenn man das sexuelle Potenzial vollkommen kontrolliert. Es wäre abwegig, Energie zu verschwenden und Zeit mit Unterdrückung der sexuellen Energie zu verlieren, wenn es viel intelligenter und nützlicher ist, ähnlich vorzugehen, wie man es in den Kampfkünsten tut. Sie nutzen die Kraft des Gegners aus – man kann auf diese Weise die Kraft schöpferisch zum Erwecken der höheren Wesensaspekte nutzen und somit die geistige Evolution beschleunigen. Tantra-Yoga kann genau das sein, was ein moderner Mensch zu seinem Gleichgewicht braucht. Jede harmonisch entwickelte und sich ihres Potenzials völlig bewusste Frau ist (im Vergleich zu einem Mann) ein mächtiger kosmischer Vermittler, sie kann durch ihre Intuition die Äußerste Wirklichkeit viel schneller erreichen.

Eine Frau verbirgt, oft ohne es zu ahnen, eine sexuelle Kraft in sich, die man durch Transmutation und wohltuende Konzentration der Zeugungskraft so komplett sublimieren kann, dass sich die Frau dem Schöpfer immer näher fühlen kann. Durch die tantrische Liebeserfahrung gewinnt man einen anderen Anblick auf Sexualität, die nicht zügellos, wie es im Fall der sogenannten sexuellen Freiheit ist, aber nicht einmal puritanisch ist. Das gilt jedoch nicht für die Winterzeit, die eine Zeit der sexuellen Ruhe darstellt. Ein Geschlechtsverkehr im Winter ist sowohl für Frauen, als auch für Männer schädlich, heißt es im Tantra-Yoga. Auch der traditionellen chinesischen Medizin nach wird der Organismus durch einen Koitus im Winter hundertmal so viel erschöpft als im Sommer. Die unterschiedlichen Energien von Frauen und Männern, die ineinander tief eingewurzelt und in ihren Äußerungen fest ineinander eingehakt sind, rufen angenehme Zustände nicht nur bei Koitus hervor, sondern immer dann reagieren, wenn ein Mann mit einer Frau beisammen sind. Die höheren Frequenzen der sexuellen Phantasien bei Männern hängen wahrscheinlich mit einem höheren Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron zusammen, dessen Spiegel bei Frauen viel niedriger ist. Dieses Geschlechtshormon bestimmt nämlich den Grad der sogenannten sexuellen Appetenz, das heißt der Stärke von sexuellen Bedürfnissen. Es gibt allerdings auch bei Frauen die Zeit, in der sie von den Gedanken ans Lieben ergriffen sind. Es ist eine Zeit der Verliebtheit - die sexuellen Phantasien der Frauen sind zu der Zeit genauso häufig wie bei Männern.

Männliche und weibliche sexuelle Phantasien

Die männliche Sexualität ist gerade dank einer stärkeren hormonalen Determination mehr biologisch geprägt, die weibliche ist dann vor allem beziehungsorientiert und empfindsam, durch verschiedene psychologische Faktoren bedingt. Deshalb kommen in den männlichen sexuellen Phantasien eher direkt mit einem körperlichen Kontakt verbundene Szenen vor, während die weiblichen Masturbationsphantasien reicher und in der Form einer Geschichte sind, in der geliebte Personen auftreten. Gerade bei Frauen können die erotischen Phantasien bei der Therapie von sexuellen Dysfunktionen helfen. Vor allem bei anorgastischen Frauen (Frauen, die zum Orgasmus nicht kommen können) ist die Eingliederung von sexuell erregenden Vorstellungen bei Masturbationsübungen sehr wichtig. Es gibt eine Menge von philosophischen Richtungen, Einstellungen und Prinzipien, aus denen wir wählen können, es entstehen verschiedene Gemeinschaften, in denen die Individuen unterstützt und entfaltet werden und in denen es zu einer Verbindung in ein Ganzes kommt. Man kann auch Verbindungen mit höheren Kräften anknüpfen und mit allen lebenden Wesen vollständig mitfühlen.



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