Hören Sie mit Zögern auf!

prokrastinace

Vielleicht haben sie den Englischen Begriff „procrastination“, also Zögern schon mal gehört. Es geht um ein normales psychologisches Verhalten, da man seine Pflichte und Aufgaben verschiebt, die unangenehm sind und zu denen man keine Lust hat, man stürzt sich also in die Arbeit nicht. Die Äquivalente für den Englischen Begriff sind zum Beispiel  Saumseligkeit, Achtlosigkeit, Laxheit, Passivität oder Verspätung.

Das Zögern ist aber keine Faulheit. Jeder von uns zögert manchmal, das Problem aber entsteht wenn es chronischer Zustand wird, der uns unserer gewöhnlichen täglichen  Funktion verhindert. Die Aufgaben, die sich häufen, steigern unsere Ängste und die Gefühle der Unfähigkeit, dass man seine Aufgabe nicht erfüllen kann.

Zögern und Stress

Zum Zögern und zur Verschiebung der Aufgaben kommt es meistens, denn man hat Mangel an Elan oder Lust zu der Tätigkeit. Der Grund kann auch die Angst sein, dass die Aufgabe zu schwierig ist, dass man zu viel Arbeit hat  oder dass wir der Aufgabe nicht gut verstehen.

Chronisches Zögern kann aber auch ernstes Problem sein. Die Leute, die darunter leiden, haben oft Angst die Hilfe der anderen auszusuchen wegen der Meinung, dass sie faul sind oder dass sie Willensschwäche oder keine Ambitionen haben. Das Zögern ist weder die Faulheit, noch das Ausruhen. Man verliert seine Energie und hat Schuldgefühle und wegen der steigenden Anzahl der unerfüllten Aufgaben steigen auch der Stress des Individuums und das Gefühl, dass man seine Aufgabe nicht beenden kann.

Anderer Grund für das Zögern kann auch die Unfähigkeit sein, den aktuellen Erlebnissen zu widerstehen, weil sie momentan attraktiver als die Arbeit oder Hausaufgaben sind.

Zögern als Sucht

Für spezifische Form des Zögerns kann man auch die Unfähigkeit halten, eine angenehme Tätigkeit zu beenden und mit den Aufgaben anzufangen. Zurzeit ist die typische Erscheinung des Zögerns wenn man verschiedene Spiele in seinem Computer spielt oder wenn man langfristig im Internet surft und Sozialnetzwerke benutzt. Unter Jungen, vor allem älteren Schülern und Studenten, kam es in letzten Jahren zum Phänomen des Zögerns, weil sie nicht nur Computerspiele spielen, sondern auch im Internet Porno schauen. Sie haben dann die Sucht an wiederholter Erregung, die einfach verfügbar ist. Auch wenn der Mensch seine Arbeit immer wegen derselben Tätigkeiten verschiebt, geht es um die Sucht. Ähnlich wie bei anderen Süchten ist die Fähigkeit der Wille und ihrer Regulation abgeschwächt.

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Zauberkreis des Zögerns und seine Ursachen

Die Unfähigkeit eine Aufgabe zu erfüllen führt zum Stress und zur Häufung der Probleme. Weil zurzeit viele Leute von ihrem Zuhause arbeiten, werden sie anfälliger zum Zögern und dieses Problem wird aktueller. Dagegen gibt es leider keine universellen Medikamente. Die Gründe der Entstehung vom Zögern sind bei jedem Mensch unterschiedlich. Meistens fängt es aber mit einerschlecht vergebenen oder zu schwierigen Aufgabe, die zum Angst führt, dass wir die Aufgabe nicht schaffen. Sowohl Mangel an Zeit, Energie oder Informationen über die Problematik, als auch Angst vom Misserfolg, unbekannten Aufgaben, Unterschätzung oder Angst von der negativen Bewertung gehören zu möglichen Gründen. Die Leute, die alles schieben, kann man in zwei Gruppen teilen: die nervösen und die ruhigen. Der ruhige Mensch schiebt die Tätigkeit, weil er keine Lust hat, sie ihm keinen Spaß machtund deshalb macht er etwas anderes. Der nervöse Mensch schiebt es, weil er Angst von der schlechten Bewertung hat. Die Mehrheit dieser Leute beendet aber die Aufgabe im letzten Moment und sie erreichen sogar sehr gute Ergebnisse. Das ist paradox, weil wenn sie ihrer Aufgabe voll widmen würden, wären sie wirklich erfolgreich.

Wer leidet unter Zögern?

prokrastinující studenti

Das Zögern als das ernste Problem, seine Beschreibung und Lösung erscheint erst in zweiter Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Es gehört zu Erkrankungen moderner Zeit und betrifft vor allem technologisch entwickelte Gesellschaften. Die haben nämlich als ihr Hauptanforderung, dass man den Plan so erfüllen sollte, dass sich die Leistung und Effektivität erhöhen.

Das Zögern entwickelt sich meistens bei jüngeren Erwachsenen. Unter den Hochschulstudenten ist es häufiges Problem und Konversationsthema. Manche Studenten haben schon sicher das Gefühl erlebt, da sie anstatt des Schreibens einer Seminararbeit verschiedene andere Aktivitäten machen, um der Arbeit zu vermeiden und auf einmal wird zum Beispiel das Aufräumen der ganzen Wohnung attraktivere Tätigkeit.  Die Statistiken zeigen, dass mehr als 50% der Studenten mit dem Zögern kämpft, wahrscheinlich ist es aber 80% von ihnen. Beim Zögern gibt es keine Geschlechtsunterschiede, sowohl Männer, als auch Frauen zögern ebenso viel.

Entscheidungsparalyse

Die Entscheidungsparalyse ist ein Zustand, wenn man vor einer Entscheidung steht und die Möglichkeiten, aus denen wir auswählen müssen, sind auf dem ersten Blick nur schwer vergleichbar. Die Entscheidung wird dann komplizierter. Je mehr Möglichkeiten wir haben, desto schwieriger das Entscheiden ist. Je komplizierter das Entscheiden ist, desto weniger Energie haben wir. Einfach kann man sich solche Paralyse so vorstellen, dass man sich zwischen der ersten und zweiten Möglichkeit nicht entscheiden kann und zum Schluss wählt man die dritte Variante aus, die nicht so wichtig ist. In solchen Momenten passiert es uns, dass wir anstatt wichtigen Tätigkeiten, die wir machen müssen, Serien anschauen, anstatt des Schreibens eines Berichts gehen wir mit unseren Freunden draußen, oder wir gießen die Blumen gerade im Moment, in dem wir die Steuererklärung erfüllen sollten.

Die Entscheidungsparalyse ist nicht nur in der Schwierigkeit, eine Entscheidung zu treffen, unangenehm und hinterhältig. Ein anderes Problem besteht darin, dass wenn wir von mehreren Möglichkeiten wählen, steigt die Chance, dass wir unsere Entscheidung bedauern werden. Manchmal haben wir nämlich die Tendenz nachzudenken, was wäre, wenn wir uns anders entschieden hätten. Und wenn es sich um die Wahl der Bildung, Arbeit oder des Partners handelt, ist das dann kein angenehmer und idealer Zustand.

Man bedauert die Wahl meistens wenn es möglich ist, die Wahl zu ändern. Wenn man die Wahl nicht ändern kann, ist man meistens zufriedener. Je einfacher zum Beispiel die Änderung des Partners ist, desto weniger zufrieden mit dem ausgewählten Partner sind wir. Das kann ein von Gründen sein, warum die Ehepaare immer mehr unzufrieden sind und die Partnerkrisen und Ehescheidungen immer öfter werden.

Wie man das Zögern bekämpft – nützliche Tipps und Ratschläge

Motivieren Sie sich mehr

Werden Sie bewusst, warum Sie an die Aufgabe arbeiten wollen. Versuchen Sie wirklich gute Gründe zu finden und sie zu schreiben. Wenn Sie aber keinen Grund finden, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie. Im solchen Fall kommt die Motivation zur Arbeit wahrscheinlich nicht.

Hängen Sie eine Liste mit Ihren Aufgaben an die Wand. Jeden Morgen prüfen sie die Aufgaben und bestimmen Sie, welche Aufgaben Sie im konkreten Tag schaffen sollen. Am Abend bewerten Sie, wie es Ihnen gelungen hat.

Bestimmen Sie eine Belohnung, die Sie sich aber im keinen Fall leisten, solange Sie die Aufgabe erfüllen.

Erdenken Sie keine Ausreden, warum Sie die Aufgabe nicht erfüllt haben und seien Sie für Ihr Benehmen verantwortlich.

Verbessern Sie Ihre Organisationsfähigkeiten

Bestimmen sie die Hauptaufgabe des Tages, die Sie erfüllen müssen. Manchmal hilft es auch, wenn Sie unangenehme Aufgaben am Anfang des Tages erfüllen und dann widmen Sie nicht so anstrengenden und angenehmeren Tätigkeiten.

Lernen Sie realistisch zu schätzen, wie viel Zeit Sie zur Erfüllung der Aufgabe brauchen.

Bestimmen Sie reale Ziele und erfüllen sie die Aufgaben zur rechten Zeit.

Bei der Erfüllung einer schwierigeren Aufgabe bestimmen Sie nächsten möglichen Schritt, den Sie nicht zu schwer finden. Die Erfüllung der Aufgaben Schritt für Schritt ist erträglicher als ganze Aufgabe auf einmal zu machen und nicht fähig zu sein, weiterzumachen.

Entfernen Sie Probleme mit Ihrer Konzentration

Wenn es dazu kommt, dass sie sich nicht konzentrieren, versuchen Sie mit der Aufgabe fortzuführen. Die Ursache Ihrer schlechten Konzentration muss man zuerst benennen, dann kann man sie schaffen.

Entfernen Sie alle Sachen in Ihrer Umgebung, die Sie zersplittern.

Räumen Sie Ihr Arbeitszimmer so auf, damit Sie von äußeren Impulsen nicht gestört werden.

Seien Sie entschlossen, die Aufgaben zu erfüllen. Es ist besser, wenn man ohne Internet, Radio oder Fernseher arbeitet. Benutzen Sie diese Geräte in der Pause oder am Ende der Aufgabe. Sie genießen sie auch mehr.

Wehren Sie sich gegen das Zögern – 5 Haupttipps

  1. Internet, Radio und Fernseher können Ihre Aufmerksamkeit zersplittern. Schreiben Sie eine Seminararbeit? Schalten Sie das Internet aus und behalten Sie nur solche Quelle, die Sie benutzen. Sonst kann es passieren, dass Sie viele Zeit beim Internetsurfen verschwinden. Auch der Fernseher sollte bei jeder Arbeit ausgeschaltet bleiben. Die Musik ist bei der Arbeit manchmal fördernd, das Radio und Moderatoren können Sie aber stören und Ihre Aufmerksamkeit zu verschiedenen Nachrichten oder Wettkämpfen ablenken.
  2. Bilden Sie realen Zeitplan und erfüllen Sie ihn. Machen Sie die Arbeit auf volle, aber zwingen Sie sich dazu nicht. Es ist nicht nötig, alles auf einmal zu schaffen. Arbeiten Sie Schritt für Schritt.
  3. Bleiben sie ruhig und bilden Sie jeden Tag die Liste der Aufgaben. Bewährte Helfer sind farbige Aufklebeschilde oder eine Tafel mit farbigen Filzschreibern. Trennen Sie die Arbeit vom Spaß.
  4. Ruhen Sie sich regelmäßig aus. Wenn Sie müde sind, sind Sie dann erregt und schaffen nicht viel. Auch während des Tages machen Sie Pausen und schlafen Sie manchmal. Sie werden zufriedener, aktiver und leistungsfähiger.
  5. Seien sie entschlossen. Der Entschluss ist die wichtigste Sache im Kampf gegen das Zögern. Ohne den Entschluss schaffen Sie nichts.

Falls Sie alle Tipps und Ratschläge probiert haben und trotzdem können Sie das Zögern nicht bekämpfen, konsultieren Sie einen Fachmann. Das Zögern ist lösbar, man muss nur seine Energie investieren und den Zauberkreis der schlechten Gewohnheiten überwinden. 



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